www.lalafilms.de www.friendspro.de www.br-online.de www.swr.de www.arte.tv www.medienboard.de www.mdm-online.de www.fff-bayern.de www.filmfoerderung-bkm.de www.zauberlandfilm.de Impressum
Team

 

Interview mit Cyril Tuschi:

Woher stammt die Idee zu diesem Film?

Als ich das Projekt begann, wollte ich mal etwas Simples machen,
den Ballast von total übergeplanten Filmen abwerfen – einfach mit
zwei guten Charakteren und einem Mini-Team losfahren,
da ich zwei größere Projekte nicht gefördert bekam, die eher
phantastischen Inhalts waren und sehr aufwendig. Doch leider
war das eine sehr naive Vorstellung von mir. Meine erste Produzentin
sagte sofort: „Ohne Drehbuch keine Förderung!“ Und dann fing die
Odyssee an: drei Jahre „Development Hell“! Die Figuren waren den
einen zu unsympathisch und für die anderen veränderten sie sich
nicht genug! Aber genau das wollten wir: zwei sympathische Idioten,
bei denen nur sehr kleine Veränderungen stattfinden, die wir aber
interessant fanden, sie ganz genau anzugucken.

Wie ist der Filmtitel entstanden?

Der war von Anfang an da. Die Hundesöhne mit der Sehnsucht nach
Sommer. Die Suche der Söhne nach mehr als ihrem Vater.
Man kann eintausend Wortspiele damit machen – und eigentlich
haben wir den Titel gewählt, weil der so einen schönen Rhythmus hat.

Ist der Film autobiografisch?

Ehrlich gesagt: nein. Außer, dass ich natürlich auch so eine Sehnsucht
in mir habe und mich gerne treiben lasse und mich so in ferne Länder
und fremde Welten träume. Und dass ich verspielt bin, eher wie die
Figur Pauli, der „Finder“, der allem Dahergelaufenen noch eine tiefere
Bedeutung gibt.

Wie entstand die Musikauswahl?

Die war vor dem Dreh schon fast fertig. Wir hatten dem Team und
den Schauspielern CDs gebrannt, damit die Stimmung immer präsent ist.
Nur „Wir sind Helden“ konnten wir nicht mehr benutzen – war zu teuer!
Und außerdem sind schon existente Hits nicht so gut, da der Zuschauer
in einem Film irritiert sein kann, wenn er eventuell mit dem Song schon
vorher einen ganz anderen, privaten Film verbindet. Die anderen Musiker
und Songs kannte ich teilweise persönlich (Scumbucket) oder habe sie
durch den Film näher kennen gelernt (Camille, Plaid), was eine sehr große
Bereicherung für mich war. Ich gehe ohnehin an die Filmarbeit sehr
musikalisch heran – ein Film muss für mich einen bestimmten Rhythmus
und Melodie haben und Musik sollte für mich immer eigene Bilder und
Welten erzeugen können. Bevor es Musikvideos gab, habe ich immer
kleine Bildräusche mit den einzelnen Liedern verbunden, oder es gab
für mich ideale Verbindungen von Romanen und Liedern. Videoclips waren
zwar auch eine gewisse Zeit interessant und stilprägend, aber eigentlich
haben sie die eigene Phantasie bevormundet.

Was kommt nach SommerHundeSöhne?

Im Sommer 2006 drehen wir die Adaption des Romans „Lauf Jäger Lauf“
in Sachsen-Anhalt auf Schloss Beesenstedt – der Film wird ein großer Sprung
ins Märchenland – eine Mischung aus „Alice im Wunderland“, die wie auf Dope
in einer Landkommune landet! Ich schaue mir gerne realistische Filme an,
aber man muss ja nicht alles machen, was man mag. Ein Grund von mir,
ins Kino zu gehen, ist der Wunsch, an Orte mitgenommen zu werden, die ich
nicht kenne oder die es vielleicht gar nicht gibt, einfach Geschichten die größer
und phantastischer sind, als das richtige Leben!

 

Home Stabangaben Inhalt Presse Plakat Trailer Interview Kontakt